Bundestagskandidat Patrick Sensburg: Der Gesundheitsstandort Hochsauerlandkreis muss gemeinsam gestärkt werdenSonntag, den 05. April 2009 um 01:00 Uhr Die Situation des Gesundheitsstandortes Hochsauerland ist schwierig. Wir erleben dies gerade bei der Neuordnung des ärztlichen Notdienstes im HSK, bei den Anstrengungen unserer Krankenhäuser und besonders bei den niedergelassenen Ärzten.
Hinzu kommt eine desolate Gesundheitspolitik von Ministerin Ulla Schmidt und dem Mitglied des Aufsichtsrats der privaten Krankenhauskette Rhön-Klinikum AG Prof. Dr. Lauterbach, die den Ärzten die finanzielle Grundlage raubt. Als Antwort hierauf brauchen wir im Hochsauerlandkreis ein eigenes Konzept für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Wenn wir zusammenarbeiten, dann können wir die Versorgung auf gutem Niveau halten, wenn wir eine Leuchtturmpolitik betreiben, dann wird man uns in Düsseldorf und Berlin nicht unterstützen.nser Problem liegt in den veralteten Strukturen, sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich. Die Zusammenarbeit unter den Akteuren ist noch zu gering. Die fehlende integrierte Versorgung und die fehlende Spezialisierung sind nur einige Gründe für die derzeitige Situation. Wir müssen erkennen, dass wir mitursächlich für den Ärztemangel sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich sind. Andererseits müssen wir auch die Chancen erkennen, die Kooperationen bringen, da der Gesundheitsbereich nicht nur wichtig für die Menschen ist, sondern vor dem Hintergrind der Demographie, der Wirtschaftsbereich mit den größten Zuwächsen in den nächsten Jahren. Wenn man jedoch weiß, dass in den nächsten vier Jahren 41.000 Ärzte in den Ruhestand gehen, dann muss man handeln. Eine Lösung kann dabei sein, dass der Sicherstellungsauftrag der ärztlichen Versorgung auf Betreibergesellschaften der Leistungserbringer übertragen wird. Dieses Modell geht analog zur derzeitigen Systematik der Kassenärztlichen Vereinigung, jedoch mit großen Vorteilen direkt für die beteiligten Ärzte vor Ort. Es beinhaltet eine neue Versorgungsstruktur gerade für ländliche Regionen du damit einen systemischen Wechsel. Grundsätzlich ändern muss sich die Situation der Kassenhonorare. Wenn Fallwerte von Gynäkologen bei 13,81 Euro oder von Hautärzten bei 15,78 Euro ohne Zusatzleistungen im zweiten Quartal 2009 liegen, dann kann man die Proteste der Ärzte gut verstehen. Auch hier muss ein neues Modell auf den Tisch, bei dem nicht umsonst über eine Umstellung der ärztlichen Bezahlung nach einer Gebührenordnung nachgedacht wird. Einhergehen muss dieses Modell aber auch mit der Abschaffung des zum 1. Januar 2009 von Ulla Schmidt eingeführten Gesundheitsfonds, bei dem rund 170 Mrd. Euro erst eingesammelt und dann wieder verteilt werden. Ein überflüssiger Bürokratismus, der die Kosten im Gesundheitssystem zusätzlich nach oben treibt. Prof. Dr. Patrick Sensburg ist seit 2004 Fraktionsvorsitzender der CDU - Ratsfraktion in Brilon. Ebenfalls seit 2004 war er bis zur Nominierung zum Bundestagskandidaten der CDU im Hochsauerlandkreis Aufsichtsratsvorsitzender der Briloner Krankenhaus GmbH. |
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Die Situation des Gesundheitsstandortes Hochsauerland ist schwierig. Wir erleben dies gerade bei der Neuordnung des ärztlichen Notdienstes im HSK, bei den Anstrengungen unserer Krankenhäuser und besonders bei den niedergelassenen Ärzten.
Hinzu kommt eine desolate Gesundheitspolitik von Ministerin Ulla Schmidt und dem Mitglied des Aufsichtsrats der privaten Krankenhauskette Rhön-Klinikum AG Prof. Dr. Lauterbach, die den Ärzten die finanzielle Grundlage raubt. Als Antwort hierauf brauchen wir im Hochsauerlandkreis ein eigenes Konzept für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Wenn wir zusammenarbeiten, dann können wir die Versorgung auf gutem Niveau halten, wenn wir eine Leuchtturmpolitik betreiben, dann wird man uns in Düsseldorf und Berlin nicht unterstützen.




