NRW-Minister Lienenkämper besichtigt Bahnhofsgelände in Brilon-Wald

Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Hubert Kleff und der Briloner CDU, machte sich NRW-Verkehrs- und Bauminister Lutz Lienenkämper in Brilon-Wald einen persönlichen Eindruck vom Projekt „Wald-Bahnhof Sauerland“. Ebenfalls zugegen waren Vertreter der privaten Initiatoren aus Brilon und Willingen, unter anderem Eckhard Lohmann und Paul Witteler. Hubert Kleff und der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Diekmann hatten Lienenkämper bereits im Vorfeld ausführlich über das Projekt informiert. Lienenkämper betonte, wie wichtig ihm Ortsbegehungen sind: „Diese Besichtigungen sind eine wichtige Vertiefung für unsere Arbeit“. Der denkmalgeschützte Bahnhof gehört seit 2004 der Stadt Brilon, die ihn damals von der Deutschen Bahn übernommen hatte.

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Eckard Lohmann erläuterte im Folgenden die Bedeutung des Projekts. Der Bahnhof Brilon-Wald ist der Ankunftspunkt vieler Urlauber und Besucher, die die Ferienregion Hochsauerland genießen wollen. Der bekanntermaßen schlechte Zustand des Bahnhofs stellt daher kein gutes Aushängeschild dar. Im renovierten Bahnhofsgebäude sollen Gastronomie und 50 Hotelbetten unterkommen. In restaurierten Schlafwaggons der Deutschen Bahn sollen weitere 150 Betten zur Verfügung stehen. Zielgruppe sollen vor allem Besuchergruppen und junge Familien mit kleinem Budget aus den umliegenden Regionen wie Ruhrgebiet und Hessen sein, die per Bahn anreisen und im Sauerland einen Kurzurlaub machen wollen. Dabei soll der Bahnhof auch ein positives Signal für die Entwicklung Brilon-Walds darstellen. Eckard Lohmann stellte heraus, dass drei Ziele verfolgt werden, „der Bahnhof muss gesichert werden, wir müssen eine positive Ausstrahlung und vor allem Arbeitsplätze schaffen“. Außergewöhnlich ist auch das breite Feld der Initiatoren, so beteiligen sich Gastronome aus Willingen, die das nötige touristische Fachwissen mitbringen und Finanziers aus Brilon und Willingen. Damit ist das Projekt länderübergreifend. Betrieben werden soll der Wald-Bahnhof durch eine GmbH & Co. KG. Bahnhofsgebäude und Teilflächen sollen in den Besitz der privaten Betreiber übergehen.

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Das länderübergreifende Konzept mit Gastronomie und Schlafwagen-Hotel stieß denn auch bei Minister Lienenkämper auf Zustimmung. Angesichts des teilweise sehr schlechten baulichen Zustands, bedingt auch durch den harten Winter, sieht auch Lienenkämper dringenden Handlungsbedarf. Ins Gespräch gebracht hatte Lienenkämper bereits vorher die Regionale 2013: „Die Regionale bietet unglaubliche Chancen, und eröffnet neue Förderperspektiven“. Das Projekt soll bereits im Juni/Juli im Regionale-Ausschuss vorgestellt werden, vorher ist jedoch die Zustimmung des Briloner Stadtrats nötig. Wolfgang Diekmann stelle klar: „Das ist unsere letzte Chance aus dem Gebäude etwas zu machen und eine große Chance für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Brilon, aber auch für den Ort Brilon-Wald“. Mit Finanzmitteln aus der Regionale könnte dann ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung des Projekts geleistet werden. Eckard Lohmann fand zum Ende auch die passenden Worte: „Wir möchten aus einem Ding das am Tropf hängt, ein Ding machen das tropft“.

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