Montag, den 14. März 2011 um 22:19 Uhr
Haushaltsrede vom CDU-Fraktionsvorsitzende Eberhard Fisch, gehalten am 02. März 2011 in der Ratssitzung (es gilt das in der Ratssitzung gesprochene Wort):
"Herr Bürgermeister,
Herr Stadtkämmerer,
liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
als Fraktionsvorsitzender der CDU habe ich es auch in diesem Jahr die Aufgabe übernommen, die Haushaltsrede zu halten. Um die Spannung gleich vorwegzunehmen, sofort zu Beginn mein Fazit:
Der vom Stadtkämmerer aufgestellte und vom Bürgermeister festgestellte Haushalt 2011 wird von der CDU-Fraktion wieder vollumfänglich mitgetragen!
Insofern danke ich sofort zu Beginn meiner Ausführungen Ihnen, Herr Hülsenbeck, und Ihren Mitarbeitern für die vorzügliche Fleißarbeit und die ausführliche Beratung und Erörterung bei der Haushaltsklausurtagung der CDU in Nehden. Ich bitte Sie, diesen Dank an Ihre Kolleginnen und Kollegen, sofern sie nicht heute ohnehin anwesend sind, weiterzugeben.
Meine Damen und Herren, Brilon ist weiterhin auf einem guten Weg.
Mit Blick auf die immer noch zu spürenden Ausläufer der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich die Haushaltssituation der nordrheinwestfälischen Städte -- trotz aller beschlossenen Maßnahmen des Deutschen Bundestages und des nordrheinwestfälischen Landtages zur Stabilisierung und Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung -- auf absehbare Zeit nicht signifikant verbessert. Vielmehr hat uns die Landesregierung durch die Anhebung der fiktiven Hebesätze und die einseitigen Verschiebungen beim Soziallastenansatz ohne Berücksichtigung eines Flächenansatzes rund 2,188 Millionen Schlüsselzuweisungen gestrichen. Damit hat sie die von uns vorgesehenen Maßnahmen zur Schließung des ursprünglichen Haushaltsloches von 1,95 Millionen Euro mit einem Federstrich zunichte gemacht.
Für das Jahr 2012 steht eine weitere für unsere Stadt nachteilige Verschiebung beim Soziallastenansatz zu befürchten.
Ich denke, wir sind uns alle einig, dass dies im Ergebnis so nicht sachgerecht sein kann.
Dieser Rat hat in seiner Januarsitzung mit großer Mehrheit beschlossen, bei der Landesregierung die Berücksichtigung eines Flächenansatzes im Rahmen der Berechnung der Schlüsselzuweisungen einzufordern.
Im Hinblick darauf, dass die großen Kreistagsfraktionen diese Forderung im Rahmen der Haushaltsberatungen des Kreises am 25. Februar ebenfalls erhoben haben, gehe ich davon aus, dass auch der Rat bei dieser Forderung bleibt.
Insofern dürfen wir nicht müde werden, unsere Forderung nach einem angemessenen Flächenansatz zu wiedeholen, da uns ländlich geprägten Städten und Gemeinden ansonsten auf Dauer jeglicher Handlungsspielraum genommen wird.
Sicher könnte ich an dieser Stelle noch viel mehr über die kommunale Finanzausstattung, die in keinster Weise dem aktuellen Aufgabenbestand entspricht, die schleichende Verlagerung von finanziellen Belastungen von Bund und Land auf die Kommunen (Stichwort: Konnexitätsprinzip) oder die nach wie vor gültige Beteiligung der Städte am Solidarbeitrag Ost referieren.
Ich denke aber, es ist wie im letzten Jahr auch diesmal in Ihrem Sinne, wenn ich -- anstatt diesen Rat zur Bühne bundes- oder landespolitischer Auseinandersetzungen zu machen- hierauf verzichte und wir uns statt dessen mit Brilon und den Dörfern beschäftigen.
Wir können als CDU im Rat der Stadt Brilon nur darauf hinwirken, Schlimmeres, sprich den Nothaushalt, zu verhindern. Wir müssen alles daran setzen, nicht in eine Situation zu kommen, die es erfordert, die Grund- und Gewerbesteuern in einem Maße wie in einer Nachbarstadt erhöhen zu müssen. Es reicht schon, dass wir nicht umhin kamen, einen Teil der Erhöhung der fiktiven Hebesätze des Landes bei der Grund- und Gewerbesteuer weitergeben zu müssen. Das strukturelle Defizit hätte sich sonst noch mehr erhöht und wir wären dem Nothaushalt noch näher kommen.
Dies ist nicht im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und auch nicht im Sinne der CDU.
Von der CDU mitgetragene umfangreiche Einsparungen und Ausgabekürzungen haben das Defizit um rund 2 Millionen Euro bei den Ausgaben verringert. In diesem Zusammenhang möchte ich dem fraktionsübergreifenden Arbeitskreis und der Verwaltung im Namen der CDU- Fraktion ein ausdrückliches Lob aussprechen. Arbeitskreis und Verwaltung haben gute Arbeit geleistet und den Fehlbetrag um 2 Millionen Euro gekürzt.
Unsere Forderung lautet daher: Weiter so auch mit der Auswertung des Jahresabschlusses 2009; auch hier müssen alle Ausgabepositionen ernsthaft und nachhaltig auf den Prüfstand gestellt werden.
Verbleibt also nach Berücksichtigung der Zahlen der Ergänzungsvorlage ein Restdefizit von 4,79 Millionen Euro. Reduzieren wir dieses Defizit um die nicht zu erwirtschaftenden Nettoabschreibungen, verbleiben rund 2,3 Millionen Euro strukturelles Defizit.
Wir als CDU haben immer gefordert, zu einem Ausgleich zurückzufinden. Deshalb haben wir die vorgeschlagenen Einnahmeerhöhungen mitgetragen und werden die beabsichtigte weitere Kürzung bei den Ausgaben konstruktiv mit begleiten und weitere eigene Vorschläge einbringen.
Die CDU steht für eine solide und berechenbare Steuerpolitik, welche nicht zuletzt für viele Neuansiedlungen und eine positive Gewerbeentwicklung mitursächlich war.
Hinsichtlich der Vergnügungssteuer sollten wir die ausstehende obergerichtliche Entwicklung abwarten und alsdann die Vergnügungssteuer auf den maximal zulässigen Satz erhöhen. Ausnahmsweise in diesem Bereich sollte Brilon auch aus Gründen des Jugendschutzes nicht länger das Schlusslicht im Altkreis Brilon sein.
Meine Damen und Herren, leider hat die CDU in diesem Rat keine Mehrheit. Wir werden aber wiederum versuchen, Mitstreiter zu finden, die mit uns bereit sind, keine neuen Ausgabentöpfe zu erschließen, sondern Schulden abzubauen.
Ich möchte auch in diesem Jahr und an dieser Stelle darauf verzichten, auf einzelne Zahlen des rund 700 Seiten starken Haushaltsplanes einzugehen. Als CDU sehen wir unsere vorrangige Aufgabe darin, Strukturen vorzugeben, grundsätzliche Fragen anzugehen und mit Lösungsvorschlägen zu versehen. Insbesondere durch solche Lösungsvorschläge, die den Haushalt nicht belasten, sondern entlasten.
Leider muss ich feststellen, dass viele mehrheitlich beschlossene Forderungen der CDU- Fraktion aus meiner letzten Haushaltsrede nach wie vor nicht oder nicht vollständig erfüllt worden sind, obwohl diese zu einer Haushaltsverbesserung nachhaltig beigetragen hätten.
Gestatten Sie mir, noch einmal auf folgende Anträge aus meiner letzten Haushaltsrede einzugehen. Unser seinerzeitiger Antrag lautete: „Vierteljährlich ist dem Hauptausschuss vom Gebäudemanagement ein schriftlicher Immobilienbericht vorzulegen, aus dem hervorgeht, welche Aktivitäten unternommen wurden, um nicht mehr benötigte Grundstücke, Gebäude und Splissparzellen zu veräußern. Dieser sollte auch Vorschläge dazu enthalten, wie leer stehende städtische Gebäude eventuell sinnvoll einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden können." Was ist passiert?
Spärliche, stark zu verbessernde Informationen sind geflossen. Ein vierteljährlicher Bericht fehlt trotz des Beschlusses nach 10 Monaten immer noch. Wir vermissen hier ein grundsätzliches Gesamtkonzept!
Was soll beispielsweise mit unserem jetzigen Stadtmuseum geschehen, wenn dieses im Laufe des Jahres in das Haus Hövener umgezogen ist? Wie ist die strategische Planung hinsichtlich unserer übrigen Immobilien im Kreishausareal?
Die CDU- Fraktion fordert seit Jahren eine Überplanung des Kreishausareals. Ohne eine grundsätzliche strategische Planung in diesem Bereich bleiben sämtliche Immobiliengeschäfte dort Stückwerk und werden eine nachhaltige Entwicklung Brilons nicht fördern sondern behindern.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass das seit Jahren von der CDU geforderte Gesamtkonzept zur räumlichen und funktionalen Struktur der Stadt Brilon inklusive der Gesellschaften und Eigenbetriebe nach wie vor fehlt.
Wir hatten weiter beantragt, die Kosten der Umrüstung städtischer Gebäude (insb. Schulen und Kindergärten) auf LED-Lichttechnik zu ermitteln und mit einer Amortisationsrechnung zu hinterlegen. Leider ist nach unserem Kenntnisstand auch hier nichts passiert, obwohl wir gerade bei ständig steigenden Energiepreisen hier erhebliche Einsparpotentiale hätten!
Erhebliche Einsparpotentiale dürften auch bei den städtischen Versicherungs-, Wartungs-, Gebäudereinigungsverträgen etc. bestehen. Diese müssen soweit eben möglich und sinnvoll neu ausgeschrieben werden. Zu den Ergebnissen dieser Verhandlungen erwartet die CDU- Fraktion einen zumindest halbjährlichen Bericht.
In diesem Zusammenhang hatten wir weiterhin bereits im vergangenen Jahr beantragt, dass endlich das von uns geforderte Energiekonzept erstellt wird, welches konkrete Aussagen zu Energieeinsparpotentialen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen enthält. Auch dieses Konzept sucht man in Brilon --anders als in vielen anderen Städten- vergeblich. Uns fehlt einfach der rote Faden in der Verwaltung, wie mit diesen Dingen grundsätzlich umgegangen werden soll. Ohne ein Grundkonzept aber werden wir nachhaltige Erfolge nicht erzielen.
In diesem Kontext möchte ich abermals auf unseren Antrag auf - Einrichtung einer Energie-Planstelle und zwar durch Aufgabenumverteilung im Fachbereich Bauen und nicht etwa durch eine Neueinstellung erinnern. Ich hatte schon im letzten Jahr diesbezüglich ausgeführt, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ganzheitlich arbeiten und von der Idee bis zur Umsetzung alle Schritte vorantreiben soll. So können alle Energie- und Ressourcenverbräuche überprüft und optimiert werden. Hierdurch leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz sondern auch zu der so wichtigen Konsolidierung unseres Haushaltes.
Wir hoffen, dass nunmehr spätestens in diesem Jahr die erforderlichen Schritte eingeleitet werden.
Ich möchte vorsichtshalber noch einmal darauf hinweisen, dass diese Aufgabe sicherlich von einem bereits vorhandenen Mitarbeiter aus dem Baubereich übernommen werden kann. Ich denke, dass wir gerade im Baubereich personell gut und quantitativ ausreichend aufgestellt sind.
Wir Ratsmitglieder werden häufig angesprochen, ob im Hinblick auf die demographische Entwicklung und rückläufige Bauantragszahlen die Personalausstattung im Baubereich nicht zu üppig ist. Vor diesem Hintergrund hatte die CDU- Fraktion schon im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen einen Bericht bis zum 30.06.2010 über die amtsinterne Umverteilung von Aufgaben (inklusive des Energieparts) eingefordert. Trotz rückläufiger Bauanträge ist die Mitarbeiterzahl in der Bauordnung unverändert geblieben. Dafür fehlt es im Gebäudemanagement an Manpower. Erst jetzt wurde, weil ein Mitarbeiter erkrankt ist, reagiert. Für die Gesamtverwaltung fordern wir, die Empfehlungen der GPA (Gemeindeprüfungsanstalt) umzusetzen und Personal einzusparen.
Reagieren Sie, Herr Bürgermeister, auch in diesem Jahr nicht, werden wir eine externe Überprüfung beantragen.
Wir, die CDU Brilon, sind nicht so blauäugig zu glauben, dass Demografie und Bevölkerungsrückgang an uns vorbeigehen, ohne die Arbeitsbelastung zu reduzieren. Weniger Bürger heißt weniger Arbeit heißt weniger Personal und damit Personalkosteneinsparungen.
Herr Bürgermeister, fangen Sie bitte endlich an, Personal einzusparen. Und zwar sozialverträglich und nachvollziehbar insbesondere bei der Frage der Wiederbesetzung von Stellen. Zum Haushalt 2012 erwarten wir ein verbindliches Personalkonzept bis 2015 einschließlich.
Für heute beantragen wir, dass der Personalkostenansatz 2011 gedeckelt wird und ab 2012 jährlich bis auf weiteres um 100.000 Euro abgebaut wird. Das entspricht rund einem Prozent der ausgewiesenen Personalkosten und ist absolut zumutbar. Dass dieses auch möglich ist, zeigt z.B. die Stadt Berleburg, wo die Streichung von 20 Stellen erfolgt.
Schon im letzten Jahr hatten wir gefordert, dass im Bauamt zukünftig auch regelmäßig ein Bericht erstellt werden soll, aus dem hervorgeht, welche Maßnahme mit welchen Sollförderungen/ Subventionen vorgesehen sind, und wie die Istförderung dann tatsächlich ausgefallen ist. Einen ersten Bericht hierzu hatten wir seinerzeit zum 30.06.2010 erbeten. Dem zugesagten Bericht für 2010 sehen wir noch immer mit sehr großer Spannung entgegen. Danach ist dann halbjährlich ein fortgeschriebener Bericht dem Rat vorzulegen.
Schon vor einem Jahr hatte die CDU- Fraktion auf den beklagenswerten Zustand der Fußgängerzone hingewiesen und auf ein Gesamtkonzept bezüglich der Sanierung gedrungen. Auch hier könnten Mitarbeiter unseres Bauamtes eingesetzt werden, zumindest um Handlungsalternativen zu erarbeiten und diese mit Kosten zu hinterlegen. Was ist wirklich passiert? Außer, dass immer mehr Naturstein im Wege der „Flickschusterei" durch Asphalt ersetzt wird: nichts!
Zugesagt war laut Protokoll, dass die „schon vorhandenen Ideen" kurzfristig umgesetzt werden. Allerdings wurden diese bislang nicht einmal im Detail vorgestellt.
Auch hier bezweifelt die CDU, dass die Verwaltung nach einem Gesamtkonzept vorgeht und auch nur ansatzweise einen roten Faden hat.
Ebenfalls bereits im letzten Jahr hatte die CDU beantragt, zur zukünftigen Entscheidungsfindung auch das bestehende Straßenkataster fortzuschreiben und dieses dann nach Prioritäten abzuarbeiten. Wir bitten um schriftliche Vorlage des aktuellen Straßenkatasters zur nächsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses.
In diesem Zusammenhang begrüßt es die CDU ausdrücklich, dass der Haushaltsansatz für dringend erforderliche Reparaturmaßnahmen an unseren Straßen und Wegen um 180.000 EUR auf nunmehr insgesamt 705.000 EUR erhöht worden ist. Straßenbau- und Erhaltung ist nicht nur eine Investition in die Zukunft, sondern auch in jeder Hinsicht gelebte Wirtschaftsförderung und Substanzerhaltung.
Wir dürfen hier auch unsere Landwirte nicht vergessen, die sich oftmals zu Recht auch über den bedauernswerten Zustand unserer Feldwege beschweren.
Glücklicherweise nimmt das Ehrenamt in unserer Stadt und ihren 16 Dörfern nach wie vor einen erheblichen Stellenwert ein, wofür ich allen ehrenamtlich Tätigen, die durch ihre Arbeit nicht nur zum Gemeinwohl sondern auch zur Entlastung unseres Haushaltes beitragen, an dieser Stelle einmal ganz herzlich danken möchte. Insofern bleibt die CDU- Fraktion bei ihrer Aussage aus den letzten Haushaltsberatungen, dass zwar nur noch notwendige Ausgaben und nicht wünschenswerte Ausgaben mitgetragen werden, wir aber hierbei unsere Vereine und das Ehrenamt nicht im Regen stehen lassen. Diese Festlegung gilt weiter.
Ein leuchtendes Beispiel ehrenamtlichen Engagements finden wir in Alme. Dort will der Förderverein Freibad Alme nach einem Jahr „Lehrzeit" das Freibad übernehmen. Deshalb wird die CDU sich dafür einsetzen, dass die erforderlichen Mittel bereitgestellt werden. Durch das zugesagte Engagement des Fördervereins, der im Jahre 2011 das Bad zusammen mit der Stadt Brilon führen will, sollte eine Kosteneinsparung von rund 23.000 Euro zu erzielen sein.
Auch die Hallenbäder Madfeld und Hoppecke, ebenfalls von rührigen Fördervereinen geführt, sollen im Hinblick auf die gestiegenen Energiekosten je 10.000 Euro netto zusätzlich erhalten.
Ausdrücklich begrüßt die CDU auch das bürgerschaftliche Engagement der Hoppeckerinnen und Hoppecker betreffend die Hoppecker „Alte Schule". Leider haben wir den Eindruck, dass das Projekt verwaltungsseitig nicht immer die Unterstützung erfahren hat, die es verdient hätte. Insofern sind wir froh, dass durch die Bereitstellung des städtischen Anteils für die Dacherneuerung das Projekt zumindest in diesem Jahr weiter vorangebracht werden kann.
Weiterhin bekennt sich die CDU- Fraktion ausdrücklich zu dem Projekt Waldbahnhof Sauerland in Brilon Wald. Nicht ohne Stolz darf ich darauf hinweisen, dass das auf Briloner Seite von Eckhard Lohmann, Paul Wittler und vielen weiteren Brilonern und Brilon- Waldern forcierte Projekt ohne die CDU- Fraktion nicht verwirklicht werden könnte.
Wir waren es, die sich mit aller Vehemenz stetig gegen eine Holzverladung zwischen Güterschuppen und Bahnhofsgebäude eingesetzt haben. Hätten wir uns aber hinsichtlich dieser Fläche langfristig an die Firma Zellstoff Stendal gebunden, stünde diese nicht mehr zur Verfügung und das Bahnhofsprojekt wäre so nicht mehr realisierbar!
Insgesamt sind wir froh, dass sich die Brilon- Walderinnen und Brilon- Walder im Rahmen des Leader- Projektes „Dörfer im Aufwind" so vehement für die Entwicklung ihres Dorfes einsetzen, nachdem dieses durch teilweise nicht mehr zumutbare Holzverladung so in Mitleidenschaft gezogen worden war. Insofern ist es nur folgerichtig, den Brilon- Waldern für dieses Projekt zunächst 10.000 EUR als städtischen Anteil zur Verfügung zu stellen. Inklusive des Förderanteils von 60% stehen Brilon- Wald dann zunächst in diesem Jahr weit über 20.000 EUR zur Umsetzung des Projekts zur Verfügung.
Auch in anderen Dörfern tut sich etwas. Die Rösenbecker werden in diesem Jahr ihr Ehrenmal renovieren und die Nehdener in die Neugestaltung ihres Dorfplatzes einsteigen. Auch hier sind die nunmehr jeweils veranschlagten 5.000 EUR aus dem Titel zur Förderung der Dorfkultur sehr gut angelegtes Geld.
Der CDU- Fraktion ist bewusst, dass sowohl in der Kernstadt als auch in allen weiteren Dörfern Ehrenamtliche durch ihren unermüdlichen Einsatz zur Förderung des Gemeinwohls nachhaltig beitragen. Ich verzichte daher lediglich aus Zeitgründen auf die Benennung weiterer Beispiele.
Meine Damen und Herren, ich hatte schon in meiner letzten Haushaltsrede darauf hingewiesen, dass für Brilon der große Schlüssel des Erfolgs in der Wirtschaftsförderung liegt. Bestehende Betriebe müssen gepflegt und neue Betriebe müssen aktiv akquiriert werden. Gelingt es uns, weitere Arbeitsplätze zu schaffen, werden Arbeitskräfte zuziehen, ihre Familien mitbringen, die Kaufkraft und auch die Steuerkraft steigern.
Also lautet die primäre Forderung der CDU auch weiterhin: Effizienteres und zielführenderes Vorgehen im Bereich der Wirtschaftsförderung. Leider hat es acht Monate nach dem Tod unseres geschätzten und viel zu früh verstorbenen Freundes Wilfried Stockebrand gedauert, bis die Stelle des Wirtschaftsförderers neu besetzt wurde. Die Verwaltung hat nunmehr unbedingt dafür Sorge zu tragen, dass für unsere Firmen und Handwerksbetriebe schnellstens ein Ausschreibungsverzeichnis erstellt wird, damit sich diese, ggfls. auch als Arbeitsgemeinschaften, aufstellen können. Es müssen mehr Aufträge bei der heimischen Wirtschaft bleiben und die Arbeitsplätze vor Ort gesichert werden.
Meine Damen und Herren, wie Sie sehen, gibt es in unserer Stadt und unseren Dörfern, die jeweils viele Potentiale haben, viel zu tun. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, diese Potentiale zu wecken und durch eine solide Haushaltspolitik unsere Handlungsfähigkeit noch lange zu erhalten. Unterstützen Sie uns dabei, Brilon voranzubringen.
Ich danke Ihnen."